Schüler entwickeln Konzept gegen Gewalt an Schulen

Lübeck, 01.10.2009: Gewalt an Schulen hat viele Ausdrucksformen: Prügeleien, Erpressung, Mobbing, Sachbeschädigung. Betroffen sind Schüler, Lehrer und Eltern. Die Zahl der registrierten Gewalttaten ist in den vergangenen Jahren erschreckend gestiegen. Welche Gründe zu Gewalt an Schulen führen und welche Maßnahmen dagegen helfen, haben Schüler von sechs norddeutschen Schulen im Rahmen des Aktionstages “Vernetztes Denken für Schulen” untersucht.

In sechs je einstündigen Workshops entwickelten die Schüler ein Grob-Modell mit erstaunlich guten Ergebnissen. Moderiert wurden die Workshops vom Softwareunternehmen Consideo, einem Spin-off der Universität zu Lübeck.
Beim Forschen nach den Ursachen für Gewalt kamen die Schüler sehr schnell zu einer Vielzahl von Auslösern. Alle genannten Ursachen sammelten die Schüler zunächst auf einer elektronischen Metaplan-Wand und erstellten danach ein Ursache-Wirkungs-Modell mit den wichtigsten Einflüssen.

Einen wesentlichen Auslöser sahen die Schüler in der fehlenden Integration von Außenseitern in Schulen und Kindergärten.
Neben der Überlastung vieler Lehrer sowie fehlenden Integrations-Konzepten an Schulen und Kindergärten, wurde die Verharmlosung von Ausgrenzung als einer der Gründe genannt.

Die Angst vor der eigenen Ausgrenzung hält viele Schüler davon ab, auf ausgegrenzte Personen zuzugehen, wirkt langfristig und beeinflusst maßgeblich die fehlende Integration. Diese Ängste scheinen der Hauptgrund für das Nicht-Handeln zu sein. Das wurde mit Hilfe einer Analysefunktion der benutzen Software CONSIDEO MODELER deutlich.

Zudem fehlen auch das Hintergrundwissen und die sozial-emotionale Kompetenz. Die Betroffenen verstärken ihre eigene Ausgrenzung, in dem sie “dicht machen” und ebenfalls nicht auf die Gruppe zugehen.
Gründe hierfür könnten beispielsweise schlechte Erfahrungen und die damit verbundenen Enttäuschungen in der Vergangenheit sein – aber auch religiöse Gründe.

Die Schüler diskutierten weiter, was davon abhält, auf Einzelgänger zuzugehen: Es fehlt an Anreizen und Motivation.
Zu dieser Problematik erarbeiteten die Schüler interessante Ansatzpunkte. So regte eine Klasse an, eine Schulnote für Integrationsverhalten im Schulzeugnis zu vergeben oder Zertifikate für ein gutes soziales Verhalten auszustellen.

Schüler und Lehrer waren von der Diskussionsrunde beeindruckt: “Wir waren mit Schülern des 13. Jahrgangs auf dem Aktionstag “Vernetztes Denken für Schulen” und sind begeistert von den Ergebnissen. Überrascht hat uns die intuitive einfache Bedienung des MODELERS von Consideo. Im Unterricht werden wir uns weiter in Projekten damit beschäftigen, nach weiteren Einsatzmöglichkeiten in unserer Schule suchen und diese dann für den Einsatz im Unterricht realisieren”, so Björn Stallbaum, Koordinator für Neue Medien am Gymnasium Trittau.

Hintergrund:
Das Konzept gegen zunehmende Gewalt an Schulen haben sechs Schulklassen in mehreren Einzelworkshops aus Schleswig-Holstein und Hamburg entwickelt. Die Workshops wurden moderiert von Franc Grimm und Kai Neumann, Gesellschafter des Lübecker Softwareherstellers CONSIDEO.
Rahmen dafür war der Aktionstag “Vernetztes Denken für Schulen” am Montag, den 20.09.09, der den Auftakt der Ausstellung Abenteuer Informatik bildete.
Die Ausstellung Abenteuer Informatik ist noch bis zum 02.11. in der Königpassage in der Lübecker Innenstadt geöffnet.

Das Lübecker Software-Unternehmen Consideo hat den Aktions-Tag “Vernetztes Denken für Schulen” ins Leben gerufen.
Bereits über 300 Schulen und Universitäten nutzen den CONSIDEO MODELER als technologisch führendes Tool für Vernetztes Denken (CeBIT-Preisträger 2009) im Unterricht, um komplexe Themen darzustellen und Entwicklungen sichtbar zu machen. Bildungseinrichtungen erhalten die Software auf Anfrage für Lehrzwecke kostenlos.

Das entstandene Modell ist online inculsive Sreenshots verfügbar: http://www.consideo-modeler.de/downloads/press/GewaltanSchulen/.

Weitere Informationen und Anwendermeinungen sind unter http://www.consideo-modeler.de/presse-center.html zu finden.

Nach einer Meldung von

Kerstin Berweger, PR-Referentin

Consideo GmbH
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